Änderungen bei der italienischen Luxussteuer in Sicht

Es tut sich etwas in Italien! Änderungen bei der „Luxussteuer“ in Sicht

Die unsinnige „Luxussteuer“ hat in Italien wie vorausgesagt zu einem dramatischen Einbruch der Flugbewegungen im Bereich der General Aviation und damit zu dem voraussehbaren finanziellen Verlust für den italienischen ohnehin schon stark überschuldeten Staatshaushalt und allen betroffenen Geschäften und Privatpersonen geführt. Dass diese Steuer somit ein staatlich angeordnetes Eigentor darstellt, hat sogar die italienische Regierung erkannt, die nun mit einer neuen Gesetzesvorlage rechtsumkehrt macht. Dem neuen muss noch das Abgeordnetenhaus zustimmen. Der Senat und die Finanzkommission des Abgeordnetenhaus haben das bereits getan. Der Entscheid ist in den nächsten Wochen zu erwarten.

Hier einige der wichtigsten Änderungen, die die General Aviation betreffen:

  • Die Steuersätze als solche sollen gesenkt werden;
  • Von der Steuer ganz ausgenommen sind grundsätzlich u.a.:
  • Flugschulen (FTO und TRTO);
  • Historische Flugzeuge (älter als 40 Jahre)
  • Ultralight Flugzeuge
  • Von der Steuer sind bei Vorliegen besonderer Umstände weiter ausgenommen:
  • Flugzeuge (ausländische), die sich weniger als 45 Tage (aufeinanderfolgende) in Italien befinden und danach wieder ausreisen;
  • Die Zeit, während der sich ein Flugzeug nachweislich in einem registrierten italienischen Unterhaltsbetrieb befindet, wird nicht angerechnet;
  • Die Frist von 45 Tagen beginnt bei jeder Einreise neu zu laufen und wird nicht kumuliert;
  • Werden die 45 Tage überschritten, so fällt für jeden Monat ein zwölftel der Steuer an (1/12).
Somit sollte es in Zukunft wieder möglich sein, für die Ferien, ein Wochenende, ein Crossing oder aus anderen Gründen in Italien Ein- und Durchzufliegen, ohne eine Steuerpflicht auszulösen (sofern der Aufenthalt nicht mehr als 45 Tage dauert). Bisher eingezogene Steuern sollen nach einem noch zu definierenden Verfahren zurückerstattet werden.

 

Achtung
Wie erwähnt: Die neue Regeln treten erst dann in Kraft, wenn das italienische Abgeordnetenhaus dem Gesetz ebenfalls zugestimmt hat, dieses dann vom Präsidenten der Republik unterschrieben und dann auch noch publiziert worden ist. Normalerweise sollte das in absehbarer Zeit geschehen. Wir halten sie über den weiteren Verlauf im Bilde.

 
23.04.2012/AF
 
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