8,33 kHz Funkgeräte

Die Umrüstung bzw. Neueinbau von Funkgeräten mit 8,33 kHz Kanalabstand muss für alle HB-Luftfahrzeuge bis zum 31.12.2017 vollendet sein. Die Kosten dazu hat der Luftfahrzeughalter zu tragen.

Fördermittel für die Umrüstung auf 8.33 kHz

Ein Konsortium aus 19 Ländern unter der Leitung von IAOPA Europa und dem Luftberatungsunternehmen Helios hatte EU-Mittel beantragt, um die Kosten für die Umrüstung von Funkgeräten auf den neuen 8.33kHz Kanalabstand zu reduzieren. 

Es wurde eine Entschädigung von 20% der Kosten erwartet. Luftfahrzeugeigner die Radio(s) in Ihrem HB-Luftfahrzeug oder in einem der Luftfahrzeugregister einer der 19 Länder vom Konsortium aufgeführt sind und nach dem 7. Februar 2017 umgerüstet hatten oder es machen wollten, wurden aufgefordert sich unter https://833.iaopa.eu zu registrieren, um Anspruch auf Fördergelder geltend zu machen. Dabei spielte es keine Rolle, ob AOPA-Mitglied oder nicht.  Es galt der Grundsatz „first come, first served". 

Unterstützungsgelder wurden abgelehnt

Keine Unterstützungsgelder

Am 21.6 wurde von der zuständigen Kommission hinsichtlich förderungswürdiger Projekte der Vorschlag gemacht keine EU-Gelder für das Projekt "Unterstützungsgelder für die Einführung vom 8.33kHz-Funk" zur Verfügung zu stellen. Am Donnerstag den 6.7 wurde dieser  Vorschlag dann von den EU-Landesvertretern von der sogenannten CEF (Connecting Europe Facility) Koordinationskommission, der über Fonds für Transport Projekte für Horizon 2020 bestimmt, bestätigt.

 Grosse Entäuschung

Die ersten Reaktionen auf diese Entscheidung wurden bereits publiziert: Zum Beispiel in unserer Juni-Juli Newsletter oder in der 267. Newsletter vom 07.07.2017 der AOPA Deutschland.

AOPA-Vizepräsident Roland Kaps ist indes überzeugt, dass wir Schweizer auch bei Annahme des Antrags wohl kaum Geld bekommen hätten, da jegliche Schweizer Projekte anderer Luftfahrtbetriebe abgelehnt wurden. Roland Kaps kommentiert die Angelegenheit unmissverständlich: „Wir sind sehr enttäuscht von diesem Entscheid und wir können ihn nicht nachvollziehen. Zurück bleibt ein schaler Geschmack von Willkür."

Auch rückblickend betrachtet erscheint uns unser gemeinsamer Antrag mehr als nur gerechtfertigt, denn neben den 19 europäischen Staaten hat auch Eurocontrol unser Vorhaben aktiv unterstützt. Mit guten Argumenten, denn in der Begründung der zugrundeliegenden EU-Verordnung 1079/2012 ist zu lesen, dass die Allgemeine Luftfahrt benachteiligt wird. Dort steht wörtlich:

„Die Anforderung, dass Luftfahrzeuge der Allgemeinen Luftfahrt, die nach Sichtflugregeln betrieben werden, mit 8,33-kHz-fähigen Funkgeräten ausgerüstet sein müssen, verursacht erhebliche Kosten und hat nur begrenzte Vorteile für den Betrieb dieser Luftfahrzeuge."

Es scheint ausgeschlossen, dass der Entscheid von der INEA zurückgenommen wird. Man könnte gegen das gesamte Verfahren Rechtsmittel einlegen, wenn begründete Zweifel an dessen Rechtmässigkeit bestehen. AOPA-Juristen mehrerer Länder und hohe Beamte in begleitenden Ministerien raten davon aus verschiedenen Gründen ab.

Fristverlängerung

So bleibt gegenwärtig nur noch der festgesetzte 8.33kHz-Umrüstungstermin vom 31.12.2017 ein Diskussionsthema. Die IAOPA hat unter der Federführung der AOPA Deutschland bei der EASA den Antrag gestellt, das Inkrafttreten der 8,33-Verordnung um ein Jahr zu verschieben. Begründet wird dies mit den Schwierigkeiten vieler Flugzeugeigner zeitgerecht ihren Funk umzurüsten und vor allem auch damit, dass kein unmittelbarer Bedarf für die neuen Frequenzen besteht.

Wir werden Sie selbstverständlich über unsere Kommunikationskanäle – Web, Newsletter und Position Report – auf dem Laufenden halten.

 

 

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09.07.2017

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